Die Sanierung des denkmalgeschützten Feuerschiffs „Norderney“ in Wilhelmshaven erforderte die fachgerechte Restaurierung des originalen Leuchtfeuers. Die Gläser von 1907 mussten teilweise ersetzt werden. Die Glasbiegerei Pfaltz in Radeburg wurde beauftragt, zwei spezielle gebogene Scheiben zu produzieren, die sich perfekt in das historische Objekt einfügen.
Projektanforderungen bei der Schiffssanierung
Ersatz von zwei gebogenen Glasscheiben am Leuchtfeuer des Feuerschiffs.
Exakte Nachbildung des Musterglases, das zur Verfügung gestellt wurde.
Enge Abstimmung mit dem Auftraggeber, den Technischen Betrieben Wilhelmshaven.
Technische Daten der Leuchtfeuer-Verglasung
Glasaufbau: Gebogenes VSG-Glas aus 2 x 4 mm Floatglas.
Laminierung mit 0,76 mm EVA-Folie.
Modellzuschnitt mit 3 Rundecken.
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Das Leuchtfeuer des sanierungsbedürftigen Feuerschiffs war abmontiert und zwischengelagert worden.
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Das historische Leuchtfeuer kurz vor der Montage auf dem Schiff. Die Wölbung des Glases, Zuschnitt und Passform sind unsere Handwerkskunst.
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Das Feuerschiff nach der Sanierung mit restauriertem Leuchtfeuer und neuem Namen.
Herangehensweise und Ergebnis bei der Glasrestaurierung
Nach Vorlage einer originalen Musterscheibe erfolgte eine präzise Handarbeit: Das Glas wurde mittels Rolling-Verfahren gebogen, um die benötigte Form zu erreichen. Die gebogene Scheibe wurde dann händisch in das gewünschte Dreiecksmodell geschnitten und mit Rundecken versehen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber gewährleistete eine perfekte Passform und den Erhalt des historischen Leuchtfeuers.
Diese Glasvitrine ist das zentrale Stück einer Tischler-Meisterarbeit – von der Idee über die Planung bis hin zur Ausführung gemeinsam mit dem angehenden Meister.
Glasvitrine gebogen aus Floatglas 8 mm mit Einlegeboden
Breite 600 mm, Höhe 550 mm, Biegeradius 300 mm
Boden- und Deckscheibe ESG 8 mm mit Bohrlöchern
Rückwand 8 mm mit Aussparung für Einlegeboden
Seitenteile und 2-flüglige Tür mit Griffen, Scharniere aus Edelstahl gebogen im Biege-Radius
Uns erreichte diese Anfrage (siehe Zeichnung), die sehr interessant wirkte, gleichzeitig aber in der Planung und Umsetzung einige Herausforderungen mit sich brachte.
Wir steckten die kreativen Köpfe zusammen mit den Fragestellungen: Wie können wir diese Gläser mit bestem Ergebnis biegen? Wie öffnen sich die Türen? Welche Scharniere können wir verwenden, ohne Bohrungen? Wie schließen die Türen?
Es folgten Probebiegungen, Telefonate, vor Ort, Besprechungen mit dem Auftraggeber, ein neuer Ansatz, ein neuer Gedanke – und dann ein Meisterstück aus unserem Haus.
Die Glasbiegerei Pfaltz in Radeburg hat sich auf die präzise Herstellung von gebogenen Fenstern spezialisiert und liefert maßgeschneiderte Lösungen für die Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude. Die Sanierung und Restaurierung historischer Fenster stellt oft besondere Anforderungen, da diese keine Standardmaße aufweisen.
Projektanforderungen bei der Sanierung historischer Fenster
Der Auftrag bestand in der Herstellung von gebogenen Fenstern für ein historisches Gebäude. Dabei musste die Geometrie der alten Fenster ermittelt und exakt reproduziert werden. Selbstverständlich sollten die neuen Fenster nach heutigen Standards wärmeisoliert sein. Innen- und Außenradius bei herzustellendem Verbundglas müssen dabei exakt zueinander passen.
Technische Daten (Beispiel)
Glasdicke: z.B. 2 x 4 mm Float im Verbund
Laminierung mit EVA-Folie möglich
Modellzuschnitt mit spezifischen Rundungen
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Passend zum vorhandenen Rahmen – gebogenes Fenster mit neuen Scheiben nach der Sanierung.
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Beeindruckend auch für uns, welche Biegeradien Handwerker früherer Generationen hinbekommen haben.
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Mit passgenauen Biegeformen, die einzeln angefertigt werden, gewährleisten wir höchste Passgenauigkeit.
Herangehensweise und Ergebnis beim Biegen historischer Fenster
Die Glasbiegerei Pfaltz erhält vom Auftraggeber entweder den Original-Fensterrahmen oder eine Musterscheibe zur genauen Vermessung. In enger Abstimmung mit dem Kunden wird die Produktion geplant und durchgeführt. Das Glas wird in Handarbeit durch spezielle Verfahren gebogen, um die Passgenauigkeit auch beim Ersatz mit Verbundglas zu gewährleisten. Das Ergebnis ist immer eine maßgetreue und hochwertige Lösung, die die Ästhetik und Authentizität des denkmalgeschützten Gebäudes bewahrt.