Wir sind offizieller Glasliner-Betrieb

Wir sind offizieller Glasliner-Betrieb

Die Glasbiegerei Pfaltz – Die Glasmanufaktur – e. K. ist seit März 2021 Mitglied der Glaserinnung Cottbus. Nach der Unternehmensübernahme durch Madlen Meyer zum 1. Mai 2023 wurde die Innungsmitgliedschaft erneuert, um die handwerkliche Tradition des Betriebes fortzuführen und vor allem Eigentümern seltener historischer Fahrzeuge zu helfen.

Als Innungsmitglied ist das Unternehmen berechtigt, das Markenzeichen „Glasliner®“ zu führen – eine handwerkliche Produktkennzeichnung des Glaserhandwerks. Diese ist mit der ECE-Kennzeichnung harmonisiert und durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) anerkannt, welches informiert ist alternativ hoheitliche Rechte einhalten zu müssen – also die Voraussetzung für Betriebserlaubnis und Typgenehmigung. Damit erfüllt die Glasbiegerei Pfaltz die Voraussetzungen für die Fertigung sicherheitsrelevanter Verglasungen mit Zulassung im Fahrzeugbereich.

Unser Unternehmen stellt gebogene oder plane Scheiben für historische Fahrzeuge wie Oldtimer, Boote, Busse, Waggons oder Baumaschinen her. Diese werden als ESG- oder VSG-Verglasung handwerklich nachgefertigt. Wir stellen sicher, Maßtoleranzen gegenüber den Originalscheiben zu vermeiden. Deshalb stimmen wir uns für jedes Einzelstück nicht nur mit unseren Kunden, sondern auch mit den Spezialwerkstätten zum Einbau der Fahrzeugscheiben ab. 

So gelingen uns auch solche Spezialanfertigungen wie für den historischen Mercedes Benz Uhlenhaut und seinen Renntransporter

 

Erste Messe und schon Gold!

Erste Messe und schon Gold!

Die Glasbiegerei Pfaltz – Die Glasmanufaktur – e. K. aus Radeburg erhielt auf der Fachmesse denkmal 2024 in Leipzig die begehrte denkmal‑Goldmedaille. Die Auszeichnung wurde für die „individuelle, in Handarbeit erfolgende Anfertigung gebogener Glasscheiben höchster Passgenauigkeit und Qualität“ verliehen – gewürdigt von einer unabhängigen, internationalen Fachjury im Bereich Denkmalpflege (denkmal-leipzig.de).

Diese Medaille zählt zu den zehn jährlich vergebenen Goldmedaillen der europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Ihre Verleihung erfolgt in einer feierlichen Zeremonie am letzten Messetag vor Fachpublikum.

Mit der Auszeichnung bestätigt die Jury die herausragende handwerkliche Meisterleistung der Glasbiegerei Pfaltz bei der Herstellung anspruchsvoller Denkmalverglasungen. Die präzise und individuell gefertigten Scheiben unterstreichen das Engagement des Unternehmens für die Bewahrung historischen Kulturerbes.

Foto: Leipziger Messe, Tom Schulze

 

Sächsischer Meilenstein für die Glasbiegerei

Sächsischer Meilenstein für die Glasbiegerei

Die Glasbiegerei Pfaltz – Die Glasmanufaktur – e. K. aus Radeburg ist am 1. Oktober 2024 mit dem Sonderpreis der Jury beim „Sächsischen Meilenstein 2024“ ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt die gelungene Unternehmensnachfolge durch Inhaberin Madlen Meyer, die den traditionsreichen Handwerksbetrieb 2023 erfolgreich übernommen und weiterentwickelt hat. Die Jury hob insbesondere das Engagement zur Sicherung von Arbeitsplätzen, den Erhalt traditioneller Glasbiegekunst sowie die Spezialisierung auf maßgefertigte Glaselemente hervor, die unter anderem im Dresdner Zwinger eingesetzt wurden. Der Sonderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung durch die Bürgschaftsbank Sachsen überreicht.

„Im Jahr 2019 entdeckte ich meine Leidenschaft für Glas im Vertriebsinnendienst der Glasbiegerei Pfaltz. Nur 4 Jahre später übernahm ich aufgrund des nahenden Ruhstandes unseres Gründers Dieter Pfaltz den Handwerksbetrieb.“ – Madlen Meyer

Pokal Sächsischer Meilenstein

Fotos: Bürgschaftsbank Sachsen

Wahrhaft zeitloses Meisterstück

Wahrhaft zeitloses Meisterstück

Im Rahmen eines Meisterstücks im Schreinerhandwerk fertigten wir gebogene und plane Glasscheiben für den verglasten Türbereich einer antik anmutenden Standuhr. Die Anfertigung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber. Der ursprüngliche Entwurf sah eine mittige Biegung vor, wurde jedoch im weiteren Planungsverlauf überarbeitet: Statt einer mittig gebogenen und zwei planen Scheiben entschied sich der angehende Meister für eine plane Mittelscheibe und zwei gebogene Flanken. Wir lieferten drei passgenaue Weißglasscheiben – zwei zylindrisch gebogene und eine plane ESG-Scheibe – im individuellen Modellzuschnitt.

Projektanforderungen für die Standuhr

    • Anfertigung maßgeschneiderter Glasscheiben zur Integration in eine Standuhr

    • Berücksichtigung gestalterischer und handwerklicher Vorgaben des Meisterstücks

    • Umplanung des Glasaufbaus während des Prozesses (von mittiger zu seitlicher Biegung)

    • Harmonisches Zusammenspiel von Glasform und Holzrahmen

    • Lieferung in enger Abstimmung mit regionalem Handwerk

Technische Daten des Meisterstücks

    • 2 zylindrisch gebogene Scheiben aus 4 mm Weißglas

    • 1 plane Mittelscheibe aus ESG Weißglas, 4 mm stark

    • Modellzuschnitt nach Maß

    • Biegung vertikal verlaufend (von unten nach oben)

    • Lieferung montagebereit für Holzrahmeneinbau

Herangehensweise und Ergebnis für das Objekt

Die Umsetzung erfolgte auf Basis enger Abstimmung mit dem angehenden Schreinermeister. Nach einer Planungsänderung während der Fertigungsphase wurde der ursprüngliche Scheibenaufbau umgestellt: Statt einer gebogenen Mittelscheibe entschied sich der Kunde für zwei seitlich gebogene Glasscheiben, wodurch die Optik der Uhr ausgewogener wirkte. Die Biegung wurde vertikal ausgeführt – von unten nach oben – und erforderte präzise Abstimmung mit dem finalen Holzaufbau.

Alle drei Scheiben wurden als Einzelstücke gefertigt, händisch zugeschnitten und an den modellierten Uhrkörper angepasst. Durch die Kombination von zylindrisch gebogenem Weißglas mit planem ESG konnte eine filigrane und zugleich stabile Glasausführung realisiert werden. Die Zusammenarbeit mit dem Handwerksbetrieb vor Ort verlief lösungsorientiert und flexibel – typisch für unsere Arbeitsweise in Unikatanwendungen.

Neue Scheibe für Berliner „Bohrinsel“

Neue Scheibe für Berliner „Bohrinsel“

Eine besondere Herausforderung war die Erneuerung einer Scheibe am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz in Berlin. Die gebogene VSG Scheibe hat eine Gesamtabwicklung von 3180 mm, was auch für uns nicht in einem Stück machbar war. Die Scheibe in der Mitte zu teilen, war sicher auch früher schon häufig das Mittel der Wahl. Die eigentliche Schwierigkeit war, das gesamte Scheibenkontor auf eine Schablone zu übertragen, zu digitalisieren und so zu fertigen, dass beide Scheiben perfekt verbaut werden können.

Wegen seines Uhrenturms trägt die Eingangshalle des U-Bahnhofs mit Bushaltestelle, Kiosk und Gastronomie bei den Berlinern den Spitznamen „Bohrinsel“. Das Empfangsgebäude wurde 2017 unter Denkmalschutz gestellt.

Glasaufbau:

  • Verbund-Sicherheitsglas, VSG
  • 2×6 mm Float laminiert
  • mit EVA-Folie

Image Credits: Detailaufnahme privat, U-Bahnhof Axel.Mauruszat

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